DG als Pflanzschule

Jahr der Nachhaltigkeit 2013

Förster informieren über den Begriff der „Nachhaltigkeit“ anlässlich seines 300-jährigen Jubiläums

Nachhaltigkeit – ein Schlagwort, das mittlerweile jedem geläufig sein müsste und all unser Handeln bestimmen sollte! So mancher denkt, dies sei wieder ein neuer Modebegriff, mit dem mittlerweile viele Unternehmen ihre Werbestrategien schmücken (z.B. Audi wirbt mit dem Symbol des Eichenblatts für sein Ziel, bis 2020 CO2-neutral und abwasserfrei zu produzieren). Nur wenige wissen, was die beiden Förster, Herr Rothermel und Herr Bonath am 29.7.2013 allen Schülern der 10. Klassen erklärt haben: dass das Geburtsjahr des Nachhaltigkeitsbegriffs schon weit zurück liegt – nämlich 300 Jahre! Die Verknappung des Rohstoffes Holz vor Augen, beschrieb Hannß Carl von Carlowitz im Jahre 1713 im ersten Fachbuch der Forstwirtschaft “Sylvicultura oeconomica” einen Weg, die Wälder zu bewirtschaften und die Holz-Ressourcen dauerhaft zu erhalten – den “Nachkommen und dem gemeinen Besten” (=Gemeinwohl dienend).

Dies bedeutete im ursprünglich forstwirtschaftlichen Sinn, dass nicht mehr Holz gefällt werden darf, als nachwachsen kann. Heute wird der Begriff weiter verwendet: Nachhaltige Entwicklung hat zum Ziel, die Menschen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte zu befähigen. Das heißt, wir müssen einen Weg finden, unsere Bedürfnisse so zu befriedigen, dass auch künftige Generationen noch genügend Möglichkeiten haben, ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Sehr eingängig ist die Definition von Prof. Dr. Lenelis Kruse-Graumann, 2005:
„Hier nicht leben auf Kosten von anderswo – und heute nicht auf Kosten von morgen.“

Erfreulich ist die Nachricht der Förster, dass wir in Deutschland zumindest im Bereich der Forstwirtschaft die Forderungen des Nachhaltigkeitsbegriffes erfüllen: im Jahr 2010 verwendeten wir 135,4 Mio Fm Holz (1 Festmeter = 1 m3); das ist weniger als tatsächlich nachwächst – wir übernutzen unseren Wald also nicht.
Die Schüler des Dossenberger-Gymnasiums leisten jedes Jahr einen Beitrag im Rahmen unserer seit 2008 statt findenden Pflanzaktionen:
insgesamt haben wir bereits 7725 Bäume gepflanzt!

Pflanzen im AkkordPflanzen im Akkord

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Unger

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