Der nächste Einstein vom Dossenberger?

„Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig.“, sagte einst Albert Einstein, und man mag ihm Glauben schenken oder nicht, aber eine Sache würde auch der gefeierte Physiker sicher nicht leugnen: Begabung und außergewöhnliches Interesse gehen Hand in Hand und sollten im Zentrum stehen, wenn es einem ernst ist mit dem Vorhaben, Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Stärken zu fördern. Dieser Leitgedanke findet sich demnach auch seit Jahren in den verschiedenen Projekten zur Begabungsförderung am Dossenberger-Gymnasium wieder, die neben den vielfältigen Unterstützungsmaßnahmen bei fachlichem Förderbedarf eine bedeutende Rolle im Schulleben spielen.

Dass diese Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, lässt sich im laufenden Schuljahr u.a. an den 50 Anmeldungen für die verschiedenen Kurse des Begabungsstützpunktes Nord-Schwaben ablesen. Somit kommt ein beträchtlicher Anteil der rund 700 Teilnehmer an diesen überregionalen Kursen zu verschiedensten über den Regelunterricht hinausgehenden Themen vom Dossenberger-Gymnasium. Hierbei geht das Angebot von naturwissenschaftlichen Fragestellungen über die Ausarbeitung technischer Lösungen bis hin zum kreativen Bereich in den Sprachen und deckt damit eine große Fülle an Interessen ab.

Eine weitere wichtige Säule der Förderung leistungsstarker und vielseitig interessierter Dossenberger-Schüler ist der seit 9 Jahren eingerichtete Begabtenkreis, in dem sich aktuell ca. 25 Mädchen und Jungen aus der 9. bis 12. Jahrgangsstufe befinden. Ihnen wird jedes Jahr etwa im monatlichen Turnus ein breites Angebot an kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen geboten. Dabei werden Gäste aus verschiedenen Berufszweigen und der Forschung eingeladen, Vorträge zu aktuellen Themen in der näheren Umgebung besucht und Referate von Schülern für Schüler gehalten, um noch unbekannte Interessen zu wecken und neue Anregungen für die eigene weitere Beschäftigung oder gar berufliche Zukunft zu bieten. Dieses Begabtenförderungsprojekt wurde vom ISB (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung) in das Internetportal „Gymnasium 2020“ als Best-Practice-Beispiel aufgenommen. (Aufgrund des großen Erfolges wird gerade an der Einführung eines Begabtenkreises für Unterstufenschüler gearbeitet, der voraussichtlich im 2. Halbjahr des laufenden Schuljahres beginnt.)

Aus diesem Kreis haben sich in den letzten Jahren dann auch immer wieder besonders begabte Schülerinnen und Schüler für das sogenannte Frühstudium begeistern lassen und damit schon Erstsemesterveranstaltungen an einer regulären Universität absolviert. Um auf diesem Weg hervorragende Talente noch nachhaltiger fördern zu können, wurde in diesem Schuljahr eine Kooperation mit der Hochschule Neu-Ulm geschlossen, die die Vorlesungen „Programmieren und Datenbanken“ für Schülerinnen und Schüler des Dossenberger-Gymnasiums öffnet und so schon erste Prüfungen ermöglicht, die auf ein reguläres Studium nach dem Abitur angerechnet werden können.

Ob durch all diese Bemühungen am Dossenberger-Gymnasium ein neuer Albert Einstein gefunden wird, steht natürlich in den Sternen. Sicher dagegen ist, dass das vielfältige Angebot im Bereich der Begabtenförderung den beteiligten Schülerinnen und Schülern einen großen Zugewinn an Interessen, Erfahrungen und Erlebnissen garantiert und so eine nachhaltige, individuelle Förderung der begabten jungen Menschen unterstützt.

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