{"id":15461,"date":"2026-05-20T06:51:46","date_gmt":"2026-05-20T04:51:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dossenberger.de\/?p=15461"},"modified":"2026-05-20T06:52:49","modified_gmt":"2026-05-20T04:52:49","slug":"florenz-eine-gefaehrliche-reise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dossenberger.de\/?p=15461","title":{"rendered":"Florenz &#8211; eine &#8220;gef\u00e4hrliche&#8221; Reise"},"content":{"rendered":"\n<p>Unser Begleiter Herr Schiefele warnte uns rechtzeitig mit den Worten des Schriftstellers Stendhal: Wer nach Florenz f\u00e4hrt, den kann das Stendhal Syndrom packen! Eine psychosomatische Reaktion auf \u00fcberw\u00e4ltigende Kunstgen\u00fcsse, die zu Symptomen wie Herzrasen, Schwindel, Halluzinationen oder Ohnmacht f\u00fchren kann. Es tritt typischerweise bei Touristen in Florenz auf, die einer hohen Konzentration an Kunst und Kultur ausgesetzt sind. Eine wirklich Besorgnis erregende Vorstellung !<\/p>\n<p>So schlimm kam es dann &#8211; Gott sei Dank &#8211; doch nicht, als wir mit unserem W-Seminar Kunst (Renaissance) und den Italienisch-Sch\u00fclern der Q12 in Florenz eintrafen. Wahrscheinlich lag es daran, dass unsere jungen Reisenden neben all der Kunst vor allem die neuen Freundschaften am &#8220;Galileo Galiei&#8221;, der neuen Partnerschule f\u00fcr unsere Sch\u00fcleraustausche in Italienisch, kennenlernten und die vielen gemeinsamen Aktionen genossen.<\/p>\n<p>Zu unserer Hinfahrt schreibt Fabiano Simone, unser mitfahrender Italienisch-Student:<\/p>\n<p>Ein Bus, geladen mit 26 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, vier Lehrkr\u00e4fte und ganz viel Vorfreude startet am 15.03.2026 von G\u00fcnzburg aus in Richtung S\u00fcden. Es geht in die Heimat der Renaissance, in der ber\u00fchmte K\u00fcnstler wie Leonardo da Vinci, Michelangelo und Botticelli ihre Spuren hinterlie\u00dfen: Florenz!<\/p>\n<p>Nachdem am Sonntag unsere Sch\u00fcler herzlich in den Familien aufgenommen wurden, ging es am Montag morgen erstmal in die Schule, bei dem wir von Professoressa Giusi Filippelli, Deutschlehrerin am Liceo Classico Galileo Galilei, gemeinsam mit der Klasse des Lateinlehrers Professore Infante herzlich empfangen wurden. Die Position des neuen Partnergymnasiums ist spektakul\u00e4r. Man biegt am Dom (wir sprechen von d e m Dom der Renaissance, der f\u00fcr die Kunst wegweisend war) in die Via Martelli und schon nach 100 Metern geht es in den Schuleingang !<\/p>\n<p>Hier bekamen unsere deutschen Voyageure einen kleinen Vorgeschmack des Schullebens in Italien. Wie sehen hier Klassenzimmer aus? Welche Rituale gibt es zum Stundenbeginn? Wie schauen die Hefte und B\u00fccher aus? Etcetera, etcetera, etcetera.<br>Aber bei einem Sch\u00fcleraustausch geht es um viel mehr als Unterricht:<br>Unsere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler erfuhren verschiedenste Facetten der toskanischen Landeshauptstadt, indem sie selbstst\u00e4ndig, als Gruppe, oder zusammen mit ihren italienischen Partnern die Stadt erkundeten. Hierzu mussten viele Aufgaben aus einem &#8220;diario&#8221; (einem Tagebuch) zusammen mit den italienischen Partnern bearbeitet werden. R\u00e4tsel wurden gel\u00f6st, Leute befragt, Skizzen angefertigt und auch neue Lebensmittel probiert.<\/p>\n<p>Unsere Dossi-Sch\u00fcler bewunderten nat\u00fcrlich auch die Sch\u00f6nheiten der Stadt \u2013 wie zum Beispiel die Piazza della Signoria, den Duomo Santa Maria del Fiore, den Ponte Vecchio und die charismatischen G\u00e4sschen der Altstadt. Ein H\u00f6hepunkt waren sicherlich die &#8220;Uffizien&#8221;, das riesige Kunstmuseum, das die gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4tze der abendl\u00e4ndischen Kunst beherbergt. Gro\u00dfen Eindruck hinterlie\u00dfen aber auch die sensationellen Schaufensterauslagen der gro\u00dfen Modemarken Italiens, von denen viele Namen noch nicht jeder kannte. Oder wer stand schon mal vor einem Gesch\u00e4ft von &#8220;Ermenegildo Zegna&#8221; oder &#8220;Bottega Veneto&#8221; oder &#8220;Lisa Spagnoli&#8221;?<\/p>\n<p>Bei diesen Erkundungstouren genossen es unsere neuen Freunde auch, f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten vom Unterricht freigestellt zu sein und waren so mit Begeisterung an unserer Seite. Dabei heizte unser Stars\u00e4nger und Gitarrist &#8211; Roland Schiefele &#8211; mit &#8220;99 Luftballons&#8221; und &#8220;Sar\u00e0 perch\u00e9 ti amo&#8221; kr\u00e4ftig die Stimmung an. Als wir uns im Festsaal der Schule, der &#8220;Aula Magna&#8221; befanden, wo unser mitgebrachter Birnensaft ausgeschenkt wurde, staunten die italienischen Sch\u00fcler \u00fcber die unkonventionellen G\u00e4ste und wunderten sich auch nicht mehr, als Frau Rembold dazu aufrief, in Tetrapacks ein Druckmotiv von Florenz zu ritzen, um anschlie\u00dfend damit einen Druck anzufertigen. V\u00f6llig undenkbar in einer Schule, an der Kunst nur theoretisch studiert wird &#8211; aber alle waren mit Begeisterung dabei.<\/p>\n<p>Das Eis war gebrochen und unsere deutsch-italienische Gruppe hielt gut zusammen, bis wir nach 4 Tagen uns &#8220;Arrivederci!&#8221; sagen mussten. Als sich die neuen Freunde von uns verabschiedeten, flossen Tr\u00e4nen, die aber nicht nur trauerbedingt waren. Es war vor allem die Freude, in solch kurzer Zeit Bindungen f\u00fcrs Leben geschlossen zu haben. &#8220;Grazie di tutto, Firenze, e a presto!&#8221; war die Devise, denn nur zwei Monate sp\u00e4ter w\u00fcrde der Gegenbesuch in G\u00fcnzburg anstehen.<\/p>\n<p><em>Elisabeth Brosig, Birgit Rembold, Roland Schiefele und Fabiano Simone<\/em><\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Begleiter Herr Schiefele warnte uns rechtzeitig mit den Worten des Schriftstellers Stendhal: Wer nach Florenz f\u00e4hrt, den kann das<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":15462,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"colormag_page_container_layout":"default_layout","colormag_page_sidebar_layout":"default_layout","ngg_post_thumbnail":0,"_price":"","_stock":"","_tribe_ticket_header":"","_tribe_default_ticket_provider":"","_tribe_ticket_capacity":"0","_ticket_start_date":"","_ticket_end_date":"","_tribe_ticket_show_description":"","_tribe_ticket_show_not_going":false,"_tribe_ticket_use_global_stock":"","_tribe_ticket_global_stock_level":"","_global_stock_mode":"","_global_stock_cap":"","_tribe_rsvp_for_event":"","_tribe_ticket_going_count":"","_tribe_ticket_not_going_count":"","_tribe_tickets_list":"[]","_tribe_ticket_has_attendee_info_fields":false,"footnotes":""},"categories":[1,14],"tags":[],"class_list":["post-15461","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-italienisch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15461","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=15461"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15461\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":15465,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/15461\/revisions\/15465"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/15462"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=15461"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=15461"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dossenberger.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=15461"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}