Echte Superhelden? – Wir untersuchen Superabsorber und deren Eigenschaften

Alles begann damit, dass unsere Forscherteams der „Spezialkommission Kunststoffe“ aus der Klasse 10a und 10b eine (fiktive) Nachricht einer verzweifelten Mutter erreichte:

Unsere Forscherteams legten sich daraufhin sofort ins Zeug! Nach der erfolgreichen Entschlüsselung des Postfachcodes konnte es losgehen…

 

 

In einem mehrwöchigen Projekt im Rahmen des NTG-Profilunterrichts im Fach Chemie bei Frau Wagner isolierten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zunächst das feine, weiße Pulver, das Superabsorbermaterial, das unter vielen Lagen aus Füllmaterial im Inneren der Deckschicht der Babywindeln versteckt lag. Dies erforderte ein hohes Maß an Präzisionsarbeit – und zum Erstaunen einiger Forscherteams blieb die Ausbeute der Superabsorber-Partikel, denen besondere Quelleigenschaften zugeschrieben werden, hinter den anfänglichen Erwartungen zurück! Es befanden sich nur vergleichsweise wenige Gramm „Powerkügelchen“ in den verschiedenen, untersuchten Babywindeln. Und diese wenigen Superabsorber-Partikel sollten tatsächlich so eine „Power“ entfalten können und jede Menge an Säuglingsurin „speichern“ können? – doch nur schwer vorstellbar, oder!?

Doch es sollte anders kommen…

Neugierig und motiviert widmeten sich die Forscherteams im weiteren Verlauf des Projekts der qualitativen und quantitativen Untersuchung der Saug- und Quellfähigkeit der isolierten Superabsorberproben in unterschiedlichen Versuchsansätzen und dokumentierten dabei ihre Beobachtungen und Ergebnisse genau. Ein besonderes Highlight – die als Absorber fungierenden Stoffe, wie sie in Babywindeln und anderen Hygieneartikeln Verwendung finden, können ein Vielfaches ihrer Masse an Flüssigkeit aufnehmen! Als selbst ein „Sturzversuch“ eines Becherglases mit Quellmasse, dieser (fast) nichts anhaben konnte und keine Flüssigkeit aus ihr mehr heraustropfte, stand buchstäblich die Welt „Kopf“!

Abschließend verfassten die Forscherteams eine Rückantwort auf den eingangs erhaltenen Hilferuf von Sabrina. Darin enthalten – eine begründete Empfehlung auf Grundlage eines detaillierten Laborprotokolls und – typisch für Chemiker eben 😉 – eine Beleuchtung des fachlichen Hintergrundes (radikalische Polymerisation aus den entsprechenden Monomeren).

Somit endete eine kurzweilige Projektphase – selbstverständlich mit einem „Windel“-Happy End. Und falls Sie nun die Neugier auf die besonderen Superabsorber-Eigenschaften packt – oder Sie gar „um den Schlaf bringt“ – testen Sie es selbst aus!

Christina Wagner