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Präventionstag gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Wie schwerwiegend die Folgen von Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr sein können, erlebten die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe beim diesjährigen Präventionstag auf eindrucksvolle Weise.

Zum Auftakt stellte die Feuerwehr ihre vielfältigen Aufgaben bei Verkehrsunfällen vor. Bei einer realitätsnahen Showrettung demonstrierten die Einsatzkräfte, wie Menschen nach einem schweren Unfall aus einem Fahrzeug befreit werden. Dabei erhielten die Jugendlichen einen anschaulichen Einblick in die harte Arbeit der Rettungskräfte und die technischen Möglichkeiten moderner Rettungsgeräte. Im Anschluss hatten sie die Gelegenheit, verschiedene Geräte und Maschinen selbst auszuprobieren und mit den Feuerwehrleuten ins Gespräch zu kommen.

Im zweiten Teil des Präventionstags arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen an unterschiedlichen Stationen. Die Polizei informierte über die rechtlichen Folgen von der Teilnahme im Straßenverkehr unter Alkohol- und Drogeneinfluss sowie über die Konsequenzen für den Führerschein und mögliche strafrechtliche Folgen. Mitarbeitende des Gesundheitsamts und der Jugendgerichtshilfe beleuchteten das Thema aus biologischer, medizinischer und sozialer Perspektive und regten dazu an, sich mit den Ursachen und Auswirkungen von Sucht auseinanderzusetzen. Der Sanitätsdienst vermittelte wichtige Grundlagen der Ersten Hilfe und erklärte, wie im Ernstfall richtig gehandelt werden kann.

Ein besonders bewegender Programmpunkt war das Treffen mit Uli Süß. Er berichtete offen von seiner eigenen Geschichte: Nach einer Überdosis fiel er ins Koma und ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. Im Gespräch konnten die Schülerinnen und Schülern erfahren, welche weitreichenden Folgen eine einzige Entscheidung auf das gesamte weitere Leben auswirken kann. Trotz der schweren Schicksalsschläge vermittelte Uli Süß eine beeindruckend positive und lebensbejahende Haltung. Seine Offenheit und sein Optimismus hinterließen bei den Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck und regten dazu an, das eigene Leben bewusster und verantwortungsvoller zu gestalten.

Der Präventionstag machte durch die vielfältigen Perspektiven deutlich, dass verantwortungsbewusstes Handeln nicht nur im Straßenverkehr Leben schützen kann.

Ein herzlicher Dank gilt der Feuerwehr, der Polizei, dem Gesundheitsamt, der Jugendgerichtshilfe, dem Sanitätsdienst sowie Uli Süß für ihr großes Engagement und die eindrucksvolle Gestaltung dieses gelungenen Präventionstags.

 

Anita Schedel