Ferienprogramm in der Umweltklasse

Kaum durften wieder alle Fünftklässler in die Schule kommen, waren auch schon Osterferien. Die brauchen alle im Moment dringend um an andere Dinge als Hausaufgaben, Arbeitsaufträge und Teamssitzungen zu denken. Trotzdem sind diese Ferien ganz anders als sonst. Einige Schülerinnen und Schüler sind aktuell in Quarantäne, weil sie Kontakt zu einem Coronafall hatten. Andere dürfen zwar das Haus verlassen, aber alle zusammen irgendwo treffen, geht ja trotzdem nicht.

Warum also nicht auf Teams treffen und gemeinsam Ostereier färben? Rechner in der Küche aufbauen, Eier besorgen und dann den Kopf zerbrechen, wie man Eier ohne Chemie färben kann, denn wir sind ja schließlich eine Umweltklasse. Auf dem Papier haben wir schon mal mit Naturfarben experimentiert, also sind wir in der Zubereitung der Farbe schon Profis. Egal was man verwenden möchte, man muss es zuerst ausgiebig kochen, damit man einen schönen Farbsud bekommt. Dann werden die Eier mit Essig abgerieben, damit der Stempel abgeht und die Farbe besser aufgenommen wird.
Unsere Favoriten beim Färben sind ganz klar die Zwiebelschalen. Wenn man die Eier mit Schalen einwickelt und dann in einen alten Feinstrumpf steckt oder mit Schnur zusammenbindet, kommt ein tolles rotbraunes Muster dabei heraus. Auch Kurkuma für gelb und Holundersaft für ein graulila haben uns echt begeistert, ebenso das zarte flieder von Blaukraut. Rote Beete, Spinat und Brennnessel sind zu schwach zum Färben. Da sollte man die Eier nach dem Kochen einige Stunden im Sud liegen lassen. Wer noch ein schönes Muster auf seinem Ei möchte, kann Gummibänder vor dem Färben um das Ei legen, dann bleibt die Stelle darunter weiß. Wer echte Kunstwerke produzieren möchte, kann Blüten oder kleine Blätter auf das Ei legen und es fest in einen Seidenstrumpf knoten. Je filigraner die Blätter, desto schöner die Verzierung.

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Als Ferienaktion kann man Eierfärben mit Naturfarben nur empfehlen und wem schon langsam die Decke auf den Kopf fällt, der kann das ja online mit Freunden machen! Die Ergebnisse schon jedenfalls super aus und schmecken hervorragend.

Rembold