Erasmus-Kurs in Split

Im Rahmen des Erasmus+ Projektes unserer Schule, konnte ich in der letzten Woche der Sommerferien ein Seminar zur Einbeziehung von Spielen in den Unterricht in Split besuchen. Für manchen Schüler mag das ein wenig verwunderlich anmuten, Lehrer gehen nochmal in die Schule, und das auch noch in den Ferien, aber ja, das gibt es.

In dieser Schule, die nur aus zwei Räumen bestand, trafen sich Lehrer aus verschiedenen Ländern wie Portugal, Polen, Nordmazedonien und Litauen zu Kursen, die sich mit pädagogischen Themen wie zum Beispiel neue computerunterstützte Unterrichtsmethoden, befassten. Die Unterrichtssprache war Englisch, was wir auch untereinander sprachen. Meist waren wir auch zum Essen mit Kollegen unterwegs, gerade die Möglichkeit, Menschen aus anderen Ländern zu treffen und zu sehen, wie sie sowohl den Unterricht als auch den ganz normalen Alltag bewältigen, macht ja einen großen Teil des Reizes solcher Kurse aus. Langweilig wurde es jedenfalls in meiner, größtenteils aus Portugal stammenden Gruppe nie.

Die zweite große Attraktion war natürlich die Stadt Split, mit 180000 Einwohnern die größte Stadt Dalmatiens. In der Innenstadt von Split gibt es noch immer den Palast, den der römische Kaiser Diokletian um 300 bauen ließ, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Nach und nach haben sich die Menschen dort in den folgenden Jahrhunderten in und um den Palast angesiedelt und so ist die Altstadt bis heute wirklich alt und wunderschön. Gerade am Abend macht es großen Spaß, durch die engen Gassen zu streifen und den Straßenmusikern zu lauschen. Meist landet man, nach einem kleinen Exkurs zur sehr leckeren kroatischen Küche, auf dem Peristil, dem zentralen Platz desehemaligen Palastes, wo viele Touristen und Einheimische den Abend bei Live-Musik ausklingen lassen.

Natürlich kann man auch Ausflüge in die Umgebung machen, die Stadt Trogir mit ihrer Stadtmauer oder die Burg Klis sind leicht per Bus oder Roller erreichbar und es gibt auch einige schöne Strände. Auf jeden Fall kann ich sowohl die Teilnahme an einem Erasmus+ Kurs als auch den Besuch von Split nur wärmstens empfehlen.

M. Baum