Baumpflanzaktion „Neuauflage“ mit der 10c

Endlich konnten wir eine Tradition aufleben lassen, die im Rahmen unserer Aktivitäten als Umweltschule vor einigen Jahren regelmäßig durchgeführt wurde: die jährliche Baumpflanzaktion.

Am Mittwoch, den 11.4.2018, durften 19 Schüler der 10c für einen Tag den Füller gegen einen Spaten tauschen. Sie fuhren zusammen mit ihrer Klassenleiterin, Daniela Unger, am frühen Morgen in den Wald nach Reisensburg. Dort wurden sie schon vom Leiter der städtischen Forstverwaltung, Herrn Franz Kopp, und seinen zwei Mitarbeitern erwartet. Der Förster erklärte uns zunächst, dass der Waldbestand stark durch den Klimawandel bedroht ist, da viele Bäume u.a. durch längere Hitzeperioden anfälliger werden für Krankheiten und Pilze. Auf dem von uns zu bepflanzenden Waldstück mussten zuvor viele morsche bzw. kranke Eschen abgeholzt werden. Unsere Aufgabe war es nun Eichen und Linden zu pflanzen, die den Veränderungen hoffentlich besser standhalten werden. So genau kann das leider niemand vorhersagen, da diese Bäume erst in ca. 100-150 Jahren „Waldhöhe“ erreichen werden.

Mit Handschuhen und Spaten ausgerüstet bekamen wir eine kurze Einweisung und mussten dann immer vier Eichensetzlinge und einen Lindensetzling nacheinander in eine Pflanzreihe setzen. Da es in der Nacht vorher geregnet hatte, war es sowohl Jungs als auch Mädchen möglich zu graben.

Nach der Hälfte des Vormittags und 450 Bäumen gab es eine kurze Brotzeitpause mit Gummibärchen von Frau Unger als Belohnung und weiteren Ansporn. In der zweiten Hälfte hatten einige Schüler mit beginnenden Blasen zu kämpfen und mussten vorsorglich mit Tape aus dem Erste Hilfe – Set versorgt werden.

Zum Abschluss gab es für alle Informationen zum vielseitigen Beruf des Försters, der erstaunlicherweise auch ca. 50% seiner Arbeitszeit am Schreibtisch verbringt.

Als Fazit bleibt festzuhalten, dass dies ein teamförderndes und interessantes Gemeinschaftserlebnis für die ganze Klasse war, bei dem uns die drei Hauptfunktionen unserer Wälder – Erholung, Wasserschutz und Klimaschutz – hautnah bewusst bzw. erlebbar gemacht wurden. Besonderer Dank gilt dem Busunternehmen Dirr, welches uns kostenfrei zu unserem Pflanzort transportierte, sowie Herrn Kopp, die einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung leisteten.

Der Reisensburger Wald ist nun um ca. 800 Bäumchen reicher ist, die unsere Urenkel hoffentlich noch bewundern können!

Laura Sophia Bantle