(Fast) Live aus Berlin – Tag 3 und 4

Tag 3: Nachmittag

Am Dienstag Nachmittag stand dann der nächste Programmpunkt an : „Führung und Besichtigung der Gedenkstätte für deutschen Wiederstand im dritten Reich“. Nachdem wir zur Abwechslung mal nicht Vegan oder Vegetarisch gegessen haben , sondern im Türkischen Restaurant Veli’s (der Besitzer begrüßt und verabschiedet jeden einzeln ) , machten wir uns wie immer mit „Unserem Roten Bus“ und Busfahrer Ronnie auf den Weg zur Gedenkstätte , welche sich neben dem Haus, wo die „Flintenuschi“ (Ursula von der Laien , Verteidigungsministerium) regiert , befindet . Dort mussten wir uns dann leider von Ronnie verabschieden , da wir am nächsten Tag einen anderen Busfahrer bekamen. Angekommen in der Gedenkstätte wurden wir in drei verschiedene Gruppen aufgeteilt , die kleinen , die etwas größeren und die „etwas“ älteren , damit die Führungen auch alters entsprechend waren. Die einstündige Führung begann mit der Frage was Widerstand denn überhaupt sei . Entgegen unserer Erwartung, schaffte der Herr, der uns die Ausstellung zeigte (cooler Typ mit komischem Namen den keiner mehr weiß ) es , unsere Gruppe regelrecht in eine Diskussion mitzureißen. Am Ende kamen wir zu dem Ergebnis , dass Widerstand immer etwas Illegales ist, im Gegensatz zur Opposition. Sie ist legal. Außerdem fordert die deutsche Verfassung ihre Bürger auf, sobald keine Opposition mehr möglich ist, in den Widerstand zu gehen. Danach sprachen wir über Widerstandsbewegungen im dritten Reich am Beispiel der Weißen Rose und der Kirche. Nachdem waren wir fertig und bekamen alle noch ein Flugblatt der Weißen Rose ( Originalkopie ) und machten uns auf den Weg durch die Botschaftsstraße zum Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche.

Jeremias , Jacob

Tag 4: Vormittag – Tränenpalast

Zum Abschluss waren wir heute morgen, vor unserem indischen Mittagessen, noch bei dem berühmten Tränenpalast. Der Name kommt daher, dass sich hier Menschen häufig unter Tränen beim Übergang voneinander verabschieden mussten. Heute steht hier ein Informationszentrum über die Teilung Deutschlands in DDR und BRD. Der Schwerpunkt liegt jedoch bei der Berliner Mauer und den Folgen für Ost und West. Dort hat uns eine Historikerin genauere Details über die Grenze und die Lebensumstände in Ostberlin erzählt. Wie zum Beispiel, dass es um die 120.000 Fluchtversuche in den Westen gab. Zusätzlich haben wir hinterfragt, was die Menschen dazu getrieben hat, das hohe Risiko erschossen zu werden, einzugehen.

Dort waren Videos von gelungenen, aber auch missglückten, Fluchtversuchen zu sehen., was zu einer recht bedrückten Stimmung führte.

Gina und Theo

Tag 4: Nachmittag

Am Mittwoch, den 5. Dezember, besuchten wir die Berliner-Mauer Gedenkstätte in der Bernauer Straße. Diese Stätte wurde zum Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft der Kommunisten der Sowjetunion errichtet.
Die Mauer wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 gebaut und stand bis zum 9. November 1989. Auch erfuhren wir, dass die Mauer 160 km lang gewesen ist.
Unter anderem waren Panzersperren, Dornenmatten und Wachtürme entlang der Berliner Mauer gestanden. All diese Hindernisse, die das Überqueren der Mauer verhindern sollten, waren damals dort platziert worden.
Fluchtursachen waren z.B. Politische Gründe oder Trennung der Familie. Einige Fluchtversuche, die durchgeführt wurden: Gerd Sch. , 17.08.1962 der festgenommen wurde. Wilfried K. der am 25.09.1961 einen Fluchtversuch unternommen hat.
Diese Personen wendeten sehr ausgekügelte Fluchtmethoden an, manche gruben einen Tunnel oder versuchten gar, dem DDR-Terror mittels eines Heißluftballon zu entkommen.
Fest steht: Dies waren schreckliche Zeiten, in denen viele Leute auch ihr Leben verloren. Das sollte uns allerzeit und allerorten daran erinnern, was für ein unermesslich großes Geschenk die Freiheit ist.

Autoren: Daniel und Nicolas

 

Insgesamt fanden wir unseren kurzen aber doch wundervollen Aufenthalt in Berlin sehr schön und informativ. Die meiste Zeit besichtigten wir wichtige Sehenswürdigkeiten sowie politisch wichtige Gebäude, wie zum Beispiel den Bundestag oder den Bundesrat. Die meisten unserer Gruppe fanden die 4 Sterne unseres Hotels nicht angemessen. Sie waren eher der Meinung, dass das Hotel den 3 Sternen näher kommt. Vor allem aufgrund der Zimmer, da diese eher klein für ein 4 Sterne Hotel waren. Das Essen hingegen war jedoch hervorragend. Doch leider konnten wir nicht immer im Hotel speisen, da wir oft in Restaurants gegessen haben. Insgesamt war unsere Reise wirklich toll und unsere Stadtführerin Katja werden wir natürlich nie vergessen.

Matthias und Andi