Leuchtturmfiguren in Zeiten von Corona

Am Dossenberger-Gymnasium werden seit mehr als zehn Jahren interessante Menschen aus Öffentlichkeit, Forschung und Wissenschaft eingeladen, um aus ihrem Leben und Werdegang zu berichten und so den Schülerinnen und Schülern des Begabtenkreises einen Blick über den Tellerrand zu ermöglichen. Diese Gespräche leben stark vom persönlichen Kontakt mit den Referenten und der sich anschließenden Fragerunde, bei der auch ganz persönliche Dinge zur Sprache kommen können.

Aufgrund der Corona-Pandemie sind natürlich Präsenzveranstaltungen dieser Art nicht möglich, aber deshalb auf ein solch schöne Tradition zu verzichten ist gerade in dieser an Abwechslung armen Zeit keine Option. Daher wurde kurzerhand einer der neuen Klassenräume zu einem kleinen Filmstudio mit Kamera und Mikrofon ausgestattet, sodass Herr Robert Ralf Keintzel am 20.01.2021 live in bester Qualität nach Hause zu den Schülern übertragen werden konnte.

Herr Keintzel erzählte von seiner schulischen Laufbahn, die durch ein Schlüsselerlebnis richtig Schwung aufnahm, und seinem anschließenden Medizinstudium, das er nach 7 Semestern gegen ein Studium der Sonderpädagogik eintauschte – einen mutigen Schritt, den er allerdings noch nie bereut hat. Daneben sind es aber auch vor allem die vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie z.B. als sehr erfolgreicher Trainer bei den Special Olympics, die Erstaunen hervorrufen. Da nun auch noch ein Buch mit dem Titel „Eine Geschichte der Menschen mit Behinderung“ hinzukam, gab es zahlreiche Nachfragen der Zuhörer, die Herr Keintzel sehr offen und persönlich beantwortete. Spätestens jetzt war der Funke übergesprungen, trotz Videokonferenz.

„Traut euch etwas zu“ und „sucht euch Leuchtturmfiguren“ gab Herr Keintzel den Dossi-Schülern dann zum Schluss des Gesprächs noch mit auf den Weg. Herzlichen Dank, Herr Keintzel, für Ihren abwechslungsreichen Vortrag und auch die handsignierten Exemplare Ihres Buches, die u.a. in unserer neuen Schülerbibliothek ihren Platz finden werden.