„Paper-Works“!

Eintauchen in eine Welt aus Papier

Bei der Kunstausstellung am Dossenberger-Gymansium gelangten die Besucher über einen zwei Meter hohen Papiertunnel in eine Welt aus Papier.

Foto: Raphael Engel

Günzburg. Nach 3 Jahren Corona-Pause fand nun wieder eine Jahresausstellung statt, die eindrucksvolle Einblicke in das künstlerische Schaffen der Schülerinnen und Schüler am Günzburger Dossenberger-Gymnasium gibt.

„Paper-Works“! ist der Titel für tolle Kunstwerke aus Papier, die der Oberstufenkurs von Maya Marschner mit einer Vernissage am Montag, den 18.7.2022, in der Aula des Dossenberger-Gymnasiums einem breiten Publikum vorstellte.

In einem Dokumentationsfilm konnte man in Zeitraffer sehen, wie die Oberstufenschüler riesige Papierbahnen falteten und so beeindruckende Kunstwerke schufen.

„Wir haben bereits im Vorfeld an kleinen Papiermodellen geübt“, erklärt Schülerin Judith Kübler, „die großen Werke sind dann in einer Projektwoche entstanden. Da waren wir von 7.40 bis 15.30 Uhr am Falten, Reißen und Tackern und es war toll, wie auf einmal ganz andere Schüler als sonst miteinander gearbeitet haben. Manchmal war es gar nicht so leicht, die Ideen der kleinen Papiermodelle in groß umzusetzen, aber bei den meisten Kunstwerken hat es eins zu eins geklappt.“

Foto: Raphael Engel

Im abgedunkelten Raum wurden die verschiedenen Kunstwerke mit Lichtprojektionen und selbstgedrehten Videos gezeigt und versetzten die Ausstellungsbesucher in eine faszinierende Welt aus Papier.

Inspiriert wurden die Papierarbeiten von den Ideen der Bauhaus-Lehre. So hatte Joseph Albers seine Kunstschüler schon 1923 im Vorkurs zum Arbeiten mit Papier aufgefordert: „Dieses schlappe und langweilige Zeug, was wir im Alltag zum Einkaufen benutzen und danach verknüllen und wegwerfen, sollen Sie aktivieren und steigern, falten, reißen, biegen.“

In der Mitte der Ausstellung sieht man eine Miniaturmodelllandschaft, ein Campusgelände ganz aus Papier mit Architekturelementen des Bauhausdirektors Ludwig Mies van der Rohe und dem Bauhausgebäude in Dessau.

Foto: Maschner

Über allem schwebt ein Mobile von vier Meter Ausmaß, das „geistige und körperliche Bewegung als Grundsatz für kreatives Schaffen thematisiert“, so Kunsthistorikerin Maya Marschner.

Foto: Raphael Engel

Nachdem die Besucher und Besucherinnen bereits beim Eintreten durch den Papiertunnel mit dem Material Papier in Berührung gekommen sind, können sie auch in der Ausstellung aktiv werden und Papierfaltungen, der bis zu fünf Meter langen Arbeiten in Bewegung setzten.

Daneben zeigte die Fachschaft Kunst auf den Treppen der Aula weitere Kunstwerke, die anschaulich machen, wie vielseitig das Schaffen der Schüler und Schülerinnen im Kunstunterricht ist.

 

Acryl auf Leinwand von Theresa Fitz, Q12

 

Dreidimensionales Computerspielmodell von Justin Krebs, Q11

 

Objektkunst von Jonathan Kovacs, Q11: „In meinem Kaffee schwimmt etwas.“