Berlin, Paris, Günzburg

Schulleitung gibt Startschuss für gigantisches Kunstprojekt

Die Kunstszene hat zum Abriss freigegebene Gebäude für sich entdeckt. Mit „the house“ in Berlin eroberte sich die Streetart in Kombination mit Rauminstallationen ein altes Gebäude und verwandelte dieses für einige Wochen in ein Gesamtkunstwerk der besonderen Art. Aktuell ist REHAB in Paris in aller Munde. Ein altes Schul- bzw. Unigebäude ist vor dem Abriss mit gigantischen Wandgemälden und Graffitis zu neuem Glanz gekommen. Natürlich nur auf Zeit!

Was diese Großstädte mit Günzburg gemeinsam haben? Auch am Dossenberger Gymnasium steht ein Teilabriss an und was die großen Städte können, ist für die Günzburger Schule auch kein Problem. Noch bis Pfingsten ist dieser Gebäudeflügel nutzbar. Bis Ostern sollen nun die Wände und Gänge mit großen Wandgemälden und Installationen genutzt werden, für die sonst nie Platz ist. Im Fokus steht die Gemeinschaftsaktion und der Spaß am Gestalten, der Schüler und Lehrer mit Begeisterung auch mal länger in der Schule hält. Schade nur, dass das Werk so vergänglich ist, denn ab dem Sommer wird es für immer weichen und nur in vielen Bildern und der gemeinsamen Erinnerung aller Beteiligten weiterleben. Wer das Gesamtwerk vorher bewundern möchte, kann dies am 17.4. ab 17 Uhr bei einer großen Vernissage mit viel Aktionskunst und Musik. In der Zeit bis zu den Pfingstferien stehen die Kunstwerke während den Öffnungszeiten der Schule selbstverständlich ebenfalls zur Besichtigung bereit.

Den Startschuss für das Projekt gab die Schulleitung am vergangenen Freitag. Als erste klebten die vier Direktoratsmitglieder ihre Köpfe unter dem Motto „Dossenberger-wir sind’s“ im Treppenhaus an die Wand. In den nächsten Wochen sollen sich diese und andere Wände mit den Konterfeis aktueller und ehemaliger Schüler und Lehrer füllen und mit kurzen Statements zur Schule eine Art „Hall of fame“ schaffen, die zeigt, wie viele Menschen im Laufe der Jahre schon eng mit der Schule verbunden waren. Alle ehemaligen Schüler und Lehrer sind eingeladen, sich mit einem auf Papier gedruckten Foto von heute oder damals in der Größe von A6 bis A5 incl. einem hashtag zum Thema Dossenberger an dieser Kunstaktion zu beteiligen. Die Bilder können entweder im Sekretariat abgegeben, einem Schüler mitgegeben, oder in der Pause täglich selbst geklebt werden. Auch bei der Vernissage darf noch weitergeklebt werden.