Frankreichaustausch 2018

Aufenthalt der deutschen Schüler in Frankreich

Am 15. März startete frühmorgens um 4 Uhr unser Bus mit 31 Schülern, Frau Birner und Frau Gollmitzer Richtung Frankreich. Bereits um 6 Uhr überquerten wir den Rhein und damit die deutsch-französische Grenze. Unser Ziel Lannion, wo wir schon von unseren Gastfamilien erwartet wurden, erreichten wir nach einem langen Tag im Bus gegen 20.30 Uhr. Alle waren sehr aufgeregt, ihre Partner jetzt endlich persönlich kennen zu lernen und den ersten Abend alleine in der Gastfamilie zu verbringen. Die wichtigste Erkenntnis dieses Abends: auch mit dem überschaubaren Französisch, das wir beherrschen, konnten wir uns prima verständigen.

Am Freitag, den 16. 3. begann auch schon das gemeinsame Programm. Wir verbrachten den Tag auf der Ile de Brehat, besuchten dort eine Glasbläserei mit Führung und durften danach in kleinen Gruppen selbst auf der Insel umherwandern. Trotz des Unwetters, das am Nachmittag aufzog, war es ein sehr schöner Tag.

Das Wochenende verbrachten die jeweiligen Gastfamilien individuell. Viele fuhren nach Brest und besuchten das „Océanpolis“, ein großes Museum rund ums Thema Meer. Am Sonntag Nachmittag begann es zu schneien – ein in der Bretagne sehr seltenes Ereignis, das die französischen Schüler zum Ausflippen brachte, den Autofahrern ein Verkehrschaos bescherte und in den abendlichen Nachrichten die Hauptmeldung war.

Am Montag bekamen wir eine Führung durch die Schule und durften an verschiedenen Unterrichtsstunden teilnehmen. Nach dem hervorragenden Essen in der Schulkantine fuhren wir an die Rosa Granitküste, wo wir einen ausgiebigen Strandspaziergang zu einem der bekanntesten Leuchttürme der Region machten.

Den nächsten Tag verbrachten wir in Saint-Brieuc. Im Kunst- und Geschichtsmuseum hielt uns die französische Lehrerin Mme Grenes einen Vortrag über die Bretagne im allgemeinen und Saint-Brieuc im speziellen.

Am Mittwoch gab es eine „visite surprise“: einen Einkauf im größten Supermarkt der Region, wo es alles gab, was das Herz begehrte. Von CDs und Büchern über Haushaltswaren bis hin zu lebenden Hummern konnte man dort alles finden. Nach einer kurzen Shoppingtour besichtigte die deutsche Gruppe ein nachgebautes gallisches Dorf in Pleumeur-Bodou, in welchem wir einiges über das frühere Leben in den Küstenregionen der Bretagne erfuhren.

Der Donnerstag, unser letzter Tag in Lannion, begann mit dem Empfang der deutschen Schüler beim Bürgermeister von Lannion. Im Anschluss absolvierten wir die Stadtrallye und besuchten den Wochenmarkt. Dort probierten einige von uns auch Austern und Schnecken – ein bisschen Kultur muss nun mal sein.

Nach einem teilweise tränenfeuchten Abschied von unseren Gastfamilien traten wir die Rückreise an, deren nächtlicher Höhepunkt ein kurzer Abstecher nach Paris war: Fahrt über die Champs-Elysées und um den Triumphbogen, Blick zum leider unbeleuchteten Eiffelturm und kurzer Fotostopp am Riesenrad. Nach 16 Stunden Fahrt kamen wir wieder an unserer Schule an, freudig von unseren Familien erwartet, glücklich und voller neuer Erfahrungen und Eindrücke.

Gegenbesuch der Franzosen im April

Gleich in der Woche nach den Osterferien erwarteten wir mit Spannung die Ankunft des Busses aus Lannion. Nun war es an uns, unseren französischen Freunden unsere Familien, unsere Stadt und unsere Schule vorzustellen. Letzteres fand gleich am nächsten Tag statt, an dem die Gäste aus Frankreich zunächst von Herrn Lang empfangen wurden, danach von vier unserer Schüler durch das Schulhaus geführt wurden (und vor allem angesichts der aktuellen künstlerischen Gestaltung Augen machten) und anschließend mit ihren Austauschpartnern den Unterricht besuchten. Nach dem Wochenende in den Gastfamilien, von denen einige gemeinsam das Legoland besuchten, fuhren die deutschen und die französischen Schüler am Montag gemeinsam nach Neuschwanstein und lernten bei einer Führung das Märchenschloss König Ludwigs des II. kennen. Den Dienstag und den Mittwoch verbrachten die französischen Schüler in Blaubeuren bzw. in Dachau. Nirgends gab es dabei unüberwindbare Hindernisse für den französischen Schüler im Rollstuhl – durch den vorbildlichen Zusammenhalt und die Mithilfe aller konnte er problemlos an allen Ausflügen teilnehmen. Am Donnerstag Abend hieß es dann wiederum Abschied nehmen – beim einen oder anderen immerhin mit der Aussicht, auf jeden Fall in Kontakt zu bleiben und sich im Sommer möglicherweise wiederzusehen.

Alles in allem war dies eine wertvolle und unvergessliche Erfahrung für uns alle!