Kunst im Rathaus

Kunst wird erst im Auge des Betrachters zur Kunst. Gerade in der Moderne wird die Anteilnahme des Betrachters immer häufiger eingefordert.

Diese Herausforderung nahm das W-Seminar Kunst gerne an. Bis zu den Osterferien sind die praktischen Arbeiten des Seminars während der dortigen Öffnungszeiten im Günzburger Rathaus zu sehen.

Das Thema des Seminars war die Selbstdarstellung zwischen Selbstinszenierung und Selbstzerstörung. Hierzu suchte sich jeder Schüler selbst einen bekannten Künstler aus und analysierte dessen Arbeitsweise. Diese Analyse bildete die Grundlage für die eigene praktische Arbeit. Nach anfänglichen Versuchen, den Stil des Vorbildes zu nutzen und in Anlehnung eigene Werke zu schaffen, entwickelten die jungen Künstler schnell ihren eigenen Stil und schufen kleinere und größere Werkreihen. Zu sehen sind die Endergebnisse, aber auch die schriftlichen Arbeiten sind zugänglich. Bei der Vernissage standen die Künstler gerne Rede und Antwort bei ihren Werken.

Die Ergebnisse des Seminars waren ausgesprochen vielfältig. Zwar wählten einige Schüler die Fotografie als Medium, doch gibt es auch Zeichnung, Video, Cosplay, einen Weblog und andere Techniken.

Unterstützung bei der Vernissage gab es vom Q12 Kunstkurs von Frau Rembold, der während der Vernissage seine Aktionskunst präsentierte. So schlief der Workaholic in Anzug und Krawatte gleich am Arbeitsplatz, in einer anderen Ecke war ein Fotograf damit beschäftigt, ein Unfallopfer von allen Seiten zu fotografieren, statt ihm zu helfen. Auch Tierversuche für Kosmetika wurden an den Pranger gestellt, indem eine Schülerin trotz eindringlicher Warnungen auf allen Produkten ihr Schönheit ohne Skrupel immer intensiver bearbeitete.

Wer dieses Event verpasst hat, kann sich hier die Bilder ansehen und sich schon auf die nächste Vernissage freuen, die bestimmt nicht lange auf sich warten lässt. Der Stadt Günzburger gilt unserer herzlicher Dank für die Unterstützung.